Artikel päd 3/2020 Seite 198

Titel:
Forensische Pädopathologie: »Verhungert an der Mutterbrust«
Zusammenfassung:
Fehlendes Gedeihen kann ein Hinweis auf Kindesmisshandlung im Sinne einer Vernachlässigung sein. Schwere chronische Unterernährung kann zu Schwäche, Apathie und letztendlich zum Tod durch Verhungern und Verdursten führen. Es sind Risikofaktoren bekannt, die Vernachlässigung als Ursache einer Gedeihstörung wahrscheinlicher machen. Hinweise auf eine nicht-organische Gedeihstörung liefern die Anamnese und eine körperliche Untersuchung, einschließlich der Erhebung von Körpermaßen. Schwer mangelernährte Kinder sollten unter stationären Bedingungen stabilisiert und beobachtet werden.
Zusammenfassung englisch:
Failure to thrive may indicate child neglect. Severe chronic malnutrition can lead to weakness, apathy, and ultimately to death from starvation and thirst. Anamnesis and a physical examination that includes anthropometric measurements can identify failure to thrive as a result of child neglect as there are known risk factors that make neglect more likely. Severely malnourished children should be stabilized and observed under inpatient conditions.
Autoren:
Philipp Deindl, Klaus Püschel
Schlüsselwörter:
Kindesmissbrauch, Vernachlässigung, Gedeihstörung, Risikofaktoren, forensische Pädopathologie
Schlüsselwörter englisch:
child abuse, neglect, failure to thrive, risk factors, forensic pediatric pathology
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