Artikel gyn 3/2020 Seite 210

Titel:
Die Geschichte der WHI-Studie
Zusammenfassung:
Die Art und Weise, wie die »Women’s Health Initiative« (WHI)-Studie seit der ersten Publikation in 2002 bis heute bewertet wurde und das Verschreibungsverhalten beeinflusst hat, zeigt, das »Goldstandard« nicht nur durch das Design einer Studie definiert wird, sondern eine genaue Analyse aller Daten erfordert, unter Einbeziehung der gesamten Evidenz, die auf allen Ebenen generiert wird. Die Fehlinterpretation dieser einen Studie hat dazu geführt, dass Millionen Frauen auf der ganzen Welt nicht nur wegen klimakterischer Beschwerden leiden müssen, sondern auch auf mögliche präventive »Hormone Replacement Therapy« (HRT)-Wirkungen in vielen Bereichen verzichten mussten.
Zusammenfassung englisch:
The way in which the WHI study was evaluated since the first publication in 2002 until today and has influenced prescribing behaviour, shows that the »gold standard« is not only defined by the design of a study, but requires an accurate analysis of all the data, taking into account the total evidence generated at all levels. The misinterpretation of this one study has caused millions of women around the world to suffer not only from climacteric symptoms, but also they could not benefit from possible preventive effects of HRT within many fields.
Autoren:
Fritz-Ulrich Deuringer
Schlüsselwörter:
WHI-Studie, Evidenz-Hierarchie, Leitlinien, präventive HRT-Effekte
Schlüsselwörter englisch:
WHI study, evidence levels, guidelines, preventive effects of HRT