Artikel gyn 6/2013 Seite 490

Titel:
Mesenchymale Plazentadysplasie – ein seltener Fall von zystoider Plazentadegeneration
Zusammenfassung:
Zystische Veränderungen der Plazenta sind ein häufiger sonografischer Be­fund. In den meisten Fällen bleiben diese ohne Krankheitswert, können jedoch auch mit genetischen Anoma­lien, Fehlbildungen, Gestosen oder im Falle einer Molenbildung mit einer ma­lignen Entartung assoziiert sein. In der vorliegenden Arbeit präsentieren wir einen Fall von mesenchymaler Plazentadysplasie, einer äußerst seltenen Differenzialdiagnose. Wir betreuten eine 34-jährige III Gravida Primipara von der 12. Schwangerschaftswoche bis zur Entbindung. In der folgenden Darstellung präsentieren wir die klinischen, serologischen und bildgebenden Befunde sowie den Schwangerschafts- und Geburtsverlauf. Die Seltenheit der Erkrankung sowie in der Literatur beschriebene fatale Verläufe stellen den behandelnden Arzt vor eine diagnostische und therapeutische Herausforderung.
Zusammenfassung englisch:
Cystic alterations of the placenta are common findings in sonography in pregnancy. Mostly they remain without clinical significance, but they may be associated with genetic abnormalities, malformations, gestosis or in case of the formation of a mole with malignant degeneration. In this report we present a rare case of placental mesenchymal dysplasia (PMD). We observed a 34 year old gravida 3 primiparous patient from the 12th gestational week until delivery in the 37th week of gestation. We present the clinical course including delivery, the serologic and genetic findings as well as the histology and ultrasonographic imaging. Fatal courses of this infrequent syndrome pose a diagnostic and therapeutic challenge.
Autoren:
Michael Brychcy, U. Heider, A. Schütz, C. Springer
Schlüsselwörter:
Nabelschnur­er­weiterung, Mo­lenschwangerschaft, mesenchymale Plazentadysplasie
Schlüsselwörter englisch:
umbilical chord enlargement, mo­lar pregnancy, placental mesenchymal dysplasia