Artikel gyn 1/2013 Seite 17

Titel:
Neue Testverfahren für HPV und neue Biomarker in der Prävention des Zervixkarzinoms
Zusammenfassung:
In den letzten Jahren haben Studien hoher methodischer Qualität die Be­deutung der HPV-Diagnostik in der Prä­vention des Zervixkarzinoms weiter un­termauert. HPV-Prävalenz und -Eliminationsrate sind – vor allem bei jungen Frauen – hoch. Klinische Bedeutung hat nur eine HPV-Persistenz und zwar über einem bestimmten Schwellenwert. Um hohe Sensitivität und Spezifität für CIN 2+ zu erreichen, sind da­her standardisierte Methoden für den HPV-Nachweis von entscheidender Bedeutung. Lange Zeit war der HC2-Test (Qiagen) das einzige für die HPV-Routinediag­nostik qualifizierte Nachweisverfahren. Mittlerweile sind weitere Systeme validiert worden. Am breitesten ist die Da­tenlage gegenwärtig für den cobas-Test (Roche), mit dem die bisher größte HPV-Studie (47.000 Teilnehmer) durchgeführt wurde. HPV-16 und -18 bedeuten ein bis zu fünfmal höheres Risiko für die Entwicklung einer CIN 2+ als Positivität für andere HPV-HR-Typen. Eine weitergehende HPV-Typisierung ist gegenwärtig für eine Routineanwendung nicht sinnvoll. Selbst bei HPV-16/18-Positivität wird die große Mehrzahl der Läsionen nicht zum Karzinom fortschreiten. Da­her sind Progressionsmarker eine wertvolle Entscheidungshilfe. Am besten validiert ist hier bisher der kombinierte immunzytochemische Nachweis von p16 und Ki-67 in der gleichen Zelle (CinTec PLUS, [Roche MTM]).
Zusammenfassung englisch:
Within the last years studies of high methodic quality have further underlined the importance of HPV diagnos­tics in the prevention of cervical cancer. HPV prevalence and elimination rate are high, especially in young women. Only HPV persistence over a certain level is of clinical importance. To achieve high sensitivity and specificity for CIN 2+ standardized methods of HPV detection are of utmost importance. For a long time the HC2 test (Qiagen) was the only assay qualified for HPV routine diagnostics. Meanwhile further systems have been validated. Currently the broadest data base is available for the cobas test (Roche), the test, which was analyzed in the largest HPV study to date (47.000 participants). HPV 16 and 18 implicate an up to five times higher risk for the development of a CIN 2+ as the other HPV HR types. At present a more detailed HPV typing is not useful in routine. Even in the case of HPV 16/18 positivity the large majority of lesions will not progress to cancer. Therefore progression markers are va­luable tools. Up to now the best validated test is the combined immunoctochemic detection of p16 and Ki-67 in the same cell (CinTec PLUS, [Roche MTM]).
Autoren:
H. Ikenberg
Schlüsselwörter:
Prävention des Zervixkarzinoms, p16/Ki-67, HPV-Test
Schlüsselwörter englisch:
prevention of cervical cancer, p16/Ki-67, HPV test